Wer
sind wir?
Wir sind die
Wer oder was ist das?
Wir sind eine
farbentragende
Studentenverbindung.
Gegründet an der damaligen
Textilfach- und -ingenieurschule Neumünster
Seit wann?
Gegründet am 3.
Dezember 1954 von einer
Gruppe farbenstudentisch interessierter Kommilitonen.
Welche Zielsetzung und Inhalte?
Die ursprüngliche
Zielsetzung war, einen Zusammenschluss von Studenten zu erreichen, der in
gemeinsam gestalteter Freizeit das studentische Leben an der FH bereichern
sollte.
Die gewählte Form, eine technische farbentragende Verbindung,
sollte gleichzeitig einen Rahmen schaffen, in dem dieser Zusammenschluss zu
einem
Lebensbund
wird.
Wie entwickelte sich
dieser Lebensbund?
Nach der Gründung im
Dezember 1954 entwickelte sich der Freundeskreis, unter Mithilfe schon
bestehender Verbindungen aus Mönchengladbach-Rheydt (FstV Tunicaria) und aus Kiel (TV
Niedersachsen) schnell zu einer florierenden, farbentragenden Verbindung.
Man gab sich den Namen
„Lanificaria“ und beschloss, sich als nicht schlagend
in den Kreis der „Technischen Verbindungen“ einzuordnen.
Das erste aktive
Präsidium der TV Lanificaria wurde gewählt. Eine
Vielzahl von Präsidien sollte folgen.
Eine zunehmende Zahl von
Mitgliedern zwang die Lanificaren dazu, sich vom Stammtisch in der Ecke einer
Gaststätte, nach einer Konstanten, also einem Vereinslokal, umzusehen.
„Edsen's Bierstuben“ im Haart war unsere erste
Konstante in Neumünster.
Einmal in der Woche tagte dort für die nächste Zukunft die farbentragende
Verbindung TV Lanificaria.
Wir haben eine Satzung und sind als eingetragener Verein in das Vereinsregister
des örtlichen Amtgerichtes eingetragen. Wir unterliegen damit dem Vereinsrecht
mit allen Rechten und Pflichten.
Wir unterscheiden zwischen der Satzung des Alt-Herren-Bundes und der Satzung der
Aktivitas. Letztere ist Bestandteil der Ersten. In den Satzungen verankert ist
der Komment, der das farbenstudentische Leben
regelt.
Die TV Lanificaria zog die Aufmerksamkeit der Studenten an der Hochschule auf
sich und bekam Zulauf an Interessenten.
Nach Eignungsprüfung wurden
Neuzugänge als so genannte Fuxen aufgenommen.
Während einer einjährigen Fuxenzeit konnten sowohl die Bewerber, als auch die
Mitglieder prüfen, ob eine Mitgliedschaft für beide Seiten wünschenswert sei.
Eine Zwischenprüfung (Brandung) machte den Fuxen
zum Brandfuxen und eine Endprüfung stellte die Eignung des Brandfuxen zum Burschen fest und führte zur endgültigen
Aufnahme in die TV Lanificaria.
Der Umfang der Verbindung in Neumünster, mit aktiven Burschen, Füxen und
Brandfüxen, sowie einigen Alten Herren aus dem
Lehrkörper der FH betrug um das Jahr 1959/60 im Schnitt 25 bis 30 Personen an
einer Kneiptafel.
Im
Verlauf der ersten Jahre des Bestehens der TV Lanificaria (1956) kam es aus den
eigenen Reihen zur Gründung einer zweiten Verbindung.
Die „TV Textilia“, später in „Burschenschaft Suebia“
umbenannt, bildete die
notwendige Konkurrenz an der FH.
Ständig nachkommende „Generationen“ von Neusemestern der FH bildeten nun schon
eine Kette von Mitgliedern, die sich inzwischen an, aber auch schon fern der
Studienstätte befanden.
Beim „Jährlichen Stiftungsfest“ trafen sich alle Aktiven und Ehemaligen. Die
Aktiven und die Inaktiven Burschen der TV
Lanificaria begannen den Lebensbund, das Grundprinzip der Verbindung, zu
praktizieren und umzusetzen.
Die Studienabgänger unserer Verbindung hatten ihren Platz in der
Arbeitswelt eingenommen und sind nach einigen Jahren als inaktive Burschen in
den
„Alt-Herren-Bund“ unserer Verbindung eingetreten.
Jetzt hatte sich der Kreis geschlossen.
Füxe, Burschen und Alte Herren bildeten eine Einheit.
Lehrlinge, Gesellen und die
Meister waren einander im menschlichen als auch im fachlichen Leben verbunden,
Sie bereicherten sich gegenseitig.
Der Lebensbund war perfekt!
Und immer gab es dabei herausragende Persönlichkeiten,
die sich um den Bund verdient gemacht haben.
Die Textilindustrie Deutschlands war eine der ersten Industrien die einen tief
greifenden Strukturwandel durchlief. In diesem Zusammenhang hat sich die
Beschäftigtenzahl unserer Branche erheblich vermindert. Damit auch die Zahl der
Studierenden an unserer FH. Ein Tiefstand an Bewerbern um einen Studienplatz
führte 1975 dazu, dass die FH Neumünster aufgelöst, in die FH Kiel eingegliedert
und dann gänzlich aufgelöst wurde.
Unser Bund war ohne Nachwuchs, eine Inaktivierung
der TV Lanificaria war notwendig.
Wir bestanden zu dieser Zeit aus ca. 15o Mitgliedern.
Die nächsten Jahre der Inaktivität führten dazu, dass man die jährlichen
Stiftungsfeste nicht nur im Norden - an der Studienstätte - sondern wechselweise
im Süden abhielt.
Im
Süden bot sich durch unseren Bundesbruder Riff in Gammertingen, auf der
Schwäbischen Alb, eine Alternative.
Viele, aber immer wieder schöne Stiftungsfeste musste die TV Lanificaria feiern,
ehe sich für sie ein Silberstreifen des Überlebens am Verbindungshimmel
abzeichnete.
Unser Bundesbruder Flirt, in Kempten im Allgäu beschäftigt, hat die Initiative
ergriffen und an der dortigen FH den Versuch gestartet, unsere Verbindung neu zu
etablieren.
Es
gelang ihm, die Zustimmung des Rektors der FH zu seinen Aktivitäten zu erhalten
und er konnte einige junge Studenten für unsere TV Lanificaria interessieren.
Auf einem Stiftungsfest in Gammertingen waren diese Studenten erstmals in
unseren Kreis eingeführt und aufgenommen.
Die TV Lanificaria hat 1987 an der FH Kempten reaktiviert und ist unter dem
Namen
Technische Verbindung Lanificaria Neumünster/Kempten
wiederauferstanden.
Die TV Lanificaria zu Kempten nahm einen positiven Verlauf; es wurde gekeilt
und der Bestand an Mitgliedern baute sich kontinuierlich auf.
Schöne Stiftungsfeste unter Beteiligung anderer benachbarter Bünde wurden in
Buchenberg/Kempten gefeiert. Der Himmel der Lanificaren hing voller Geigen!
Leider hat sich das Hochgefühl des Erfolges nach mehreren Jahren vermindert, so
wie auch das Interesse der Neusemester der FH an der Lanificaria zu Kempten.
Diverse Gründe führten jetzt in Kempten zum Niedergang unseres Bundes. Wir
stellten plötzlich fest, da läuft nichts mehr.
Mehrere Bundesbrüder versuchten mit allen Mitteln (2000 und 2002) dem
Abwärtstrend Einhalt zu gebieten. Leider ohne Erfolg.
Das 50. Stiftungsfest wurde als Letztes in Kempten abgehalten und für die
Zukunft beschlossen, die Stiftungsfeste jeweils von einem anderen Bundesbruder
nahe seines Wohnortes ausrichten zu lassen.
Das 51. Stiftungsfest (2005) in Duderstadt brachte die neuerliche Inaktivierung
unseres Bundes.